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07.03.2020: Deutsche Crosslauf-Meisterschaften in Sindelfingen

Deutscher Meister im Schlamm von Sindelfingen: Paul Feuerer

Felix Adler, Lorenz Adler, Maximilian Feuerer gewinnen Bronze

Mit Medaillenambitionen reiste der LAC Passau nach Sindelfingen, Gold und Bronze hatten die Athleten auf der Heimreise im Gepäck. Paul Feuerer wurde Deutscher U20-Meister, Felix Adler, Lorenz Adler und Maximilian Feuerer jubelten über dreimal Bronze in der Teamwertung der U23. Starke Zwölfte und beste bayerische Läuferin wurde Lea Wenninger in der weiblichen U20. Drei Wochenenden, drei Deutsche Meistertitel für den LAC Passau mit Maximilian Entholzner, Helmut Maryniak und Paul Feuerer.

Crosslauf im Freibad

Ein Freibad als Lauf-Arena – eine ungewöhnliche, aber zuschauerfreundliche Kulisse für Deutsche Crosslauf-Meisterschaften. Über 1.000 Teilnehmer kämpften sich in elf Wettbewerben durch einem matschigen Kurs vorbei an Liegewiesen, Becken und Sprungturm. Der tiefe, zum Teil schlammige Untergrund führte die Athleten an ihre Grenzen. Sechs kräftezehrende Runden mussten die Nachwuchsläufer der U20 absolvieren. Konzentriert und entschlossen ging Paul Feuerer nach dem Startschuss zur Sache. Eine Medaille war das Ziel, im besten Fall der Cross-Titel.

Paul gegen Paul

Bald nach dem Start setzte sich eine Vierer-Gruppe mit Lokalmatador Paul Specht (VfL Sindelfingen), Roman Freitag (LAC Erfurt), Justus Kaufmann (MTV Ingolstadt) und Paul Feuerer vom Feld ab. Immer wieder hallten „Paul, Paul“-Rufe durch das Gelände. Das war die Anfeuerung für Paul Specht und Paul Feuerer, beide im Dezember Teilnehmer der Cross-EM in Lissabon. Vor drei Wochen holte sich Paul Specht den Hallentitel über 3.000 Meter, Paul Feuerer die Bronzemedaille.

"Das war ein geiles Rennen“

In der letzten Runde ergriff der achtzehnjährige Passauer die Initiative, setzte sich um ein paar Meter ab und stürmte durch die letzten Hügel und Kurven dem Ziel entgegen. Roman Freitag bekam nochmal die „zweite Luft“ und attackierte auf der Zielgerade. Paul Feuerer rettete nach 6,6 Kilometern zeitgleich mit ihm einen kleinen Vorsprung in das Ziel (beide 23:14 min). Bronze gab es für Paul Specht (23:18 min). Für Paul Feuerer ist es nach seinem U18-Titel über die Hindernisse bei der Jugend-DM 2018 der zweite Deutsche Meistertitel.  "Das war ein geiles Rennen", kommentierte der frisch gebackene Deutscher Meister gleich nach dem Zieleinlauf im Interview sein Rennen. "Jetzt mache ich eine Woche Pause und dann beginnt die Vorbereitung auf den Sommer." Einen Wermutstropfen gab es noch. Er verpasste die Siegerehrung wegen seiner Dopingkontrolle, auf die der Veranstalter keine Rücksichtnahme nahm.

Starke Konkurrenz in der U23

Das Gefühl, eine Deutschen Meistertitel gewonnen zu haben, kannten Felix Adler, Lorenz Adler und Maximilian Feuerer vom U20-Teamsieg 2017 in Löningen. Eine Medaille hatten sie für Sindelfingen in das Visier genommen, nachdem sie 2019 um einen Punkt an Bronze vorbeigeschrammt waren. Die Konkurrenz war in der U23 mit der LG Region Karlsruhe, der LG Osnabrück, dem SCC Hanau-Rodenbach und der LG Dortmund bärenstark. In deren Phalanx wollten die LAC-Läufer einbrechen. Sieben Runden mussten die Athleten im knöcheltiefen Matsch zurücklegen.

Bronze gewonnen im Matsch

Die Adler-Zwillinge arbeiteten sich von Runde zu Runde auf die Plätze neun und zehn nach vorne und hielten diese bis in das Ziel (28:19 und 28:25 min). Maximilian Feuerer erwischte nicht seinen besten Tag, kämpfte sich aber nach 7,7 Kilometern bravourös als 21.über die Ziellinie (30:02 min). Dann hieß er für das mit Matschflecken übersäte Trio zittern, bis der dritte Rang und Bronze mit 40 Punkten feststanden – nur einen Punkt hinter Osnabrück (39). Gold gewann Karlsruhe (19), Vierter und Fünfter wurden Hanau-Rodenbach (43) und Dortmund (49) bei insgesamt neun Mannschaften.

Lea Wenninger auf Rang zwölf

Klasse in Form präsentierte sich Lea Wenninger über 4,4 Kilometer der U20 trotz einer längeren Verletzungspause zu Beginn des Jahres. Sie orientierte sie sich nach dem Start offensiv nach vorne und bewies ihr Talent mit einem hervorragenden zwölften Platz als beste bayerische Läuferin im 52-fraustarken Teilnehmerfeld (19:38 min).

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